Lissabon: Die Stadt der Kontraste.

Eine der momentan wohl angesagtesten und charismatischsten Hauptstädte Europas. Traditionsreich und trotzdem im stetigen Wandel

Für mich ist die portugiesische Hauptstadt, nach Hamburg, die einzige, bei der ich keine Sekunde überlegen müsste ob ich dorthin umziehen mag. Wer – wie ich – nicht gleich seine Koffer packen möchte, sollte meiner Meinung nach allerdings mindestens einen Wochen(end)-Trip in die „Stadt der sieben Hügel“ planen.

Aber erstmal einen Schritt zurück:

Die Stadt zog mich bei meinem ersten Besuch 2015 sofort in ihren Bann. Schnell merkte ich, dass sie nicht umsonst „Stadt der sieben Hügel“ genannt wird. Durch enge Kopfstein-gepflasterte Gässchen machte ich mich mit 2 Reisekoffern auf die Suche nach meinem Hotel. Bergauf, bergab, bergauf, bergab. Mittlerweile weiß ich: Ohne festes Schuhwerk ist es beinahe unmöglich, die Stadt fußläufig zu erkunden. Der Charme einer melancholischen, leicht verfallenen und unprätentiösen Stadt, die ich heute sehr schätze, entfaltete sich mir also erst später. 

Das Programm der ersten Tage: Stadterkundung. Alfama, Bairro Alto, Chiado. Weltberühmte Stadtteile, an denen man als Lissabon Tourist nicht vorbei kommt. Besonders die Alfama, im Süden des Schlosses “Castelo de São Jorge” ist wirklich unglaublich fotogen und bietet einen weiten Blick über die gesamte Altstadt und ihre pastellfarbenen Häuser. Das Kontrastprogramm dazu findet man im Osten der Stadt auf dem am Tejo gelegenem, ehemaligen Expo Gelände „Parque das Nações“ von 1998. Futuristische Architektur, ein großes Shopping-Center, eine Seilbahn und einer der modernsten Bahnhöfe der Stadt mit zahlreiche Zugverbindungen in nahezu alle Landesteile.

2 Jahre später sitze ich nun in meinem Appartment und schreibe diesen Blogbeitrag. Werteneutral muss ich feststellen: Ich bin wohl nicht der einzige, der dem Charisma dieser Stadt verfallen ist. Von dem unaufgeregtem und urigen Lissabon welches ich 2015 kennengelernt habe – wo man Meilen zurück legen kann um einen halbwegs genießbaren Kaffee, oder einen englisch sprechenden Menschen zu finden – ist nur noch wenig übrig. Mittlerweile hat sich auch diese Stadt dem Massentourismus angepasst. Vegane Restaurants, Superfood-Bowls, Magazinshops und Hipster-Cafés sprießen aus jeder Ecke. Die Stadt ist noch kontrastreicher und wandelbarer als ich dachte. Nach wie vor hat sich die Stadt aber zum Glück ihren Charme behalten und ich werde, auch gerade in diesem Moment, das Gefühl nicht los mich eher in einem mediterranen Bergdorf zu befinden, als in einer europäische Großstadt. 

Solltest Du noch Inpiration für deinen nächsten Lissabon Trip suchen: Hier findest Du meine liebsten Restaurants/Cafés etc.: Lissabon favorite places.

Muito obrigado!

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